Mittwoch, 9. April 2008

Patenreise, 10. Tag, 7. April

Montag, 7. April 2008

Mit diesem Morgen bricht für uns der letzte Reisetag in Südafrika an. Im Hotel Balmoral ist reichlichst zum Frühstück gedeckt. Fast zu viel des Guten, aber das wird sich sicher bald ändern.
Zunächst steht eine kurze Stadtrundfahrt in Durban am Programm, auf der uns Klaus das Theater, die Universität, das neue und alte Rathaus (dient heute als Postamt) zeigt und uns zum Fare Well Square mit seinen historischen Statuen und Denkmälern führt.







Rathaus in Durban








Auf dem Weg zum indischen Markt kommen wir an der größten Moschee der südlichen Hemisphäre vorbei. Mit ihren 940 m2 bietet sie 5000 Gläubigen Platz und wird von den Geschäften, die in ihr auf der Straßenseite untergebracht sind, erhalten.







"Tarzan Herwig" im Botanischen Garten







Im „Botanischen Garten“ können wir bei einem gemütlichen Spaziergang neben uralten, exotischen Gewächsen auch viele Pflanzen und Sträucher sehen, die wir bei uns nur in Blumentöpfen halten können. Das subtropische Klima sorgt für üppige Vegetation und die Blumenfreunde liebäugeln mit so manchen Ablegern. Das ist aber verboten! Der Garten bietet idealen Hintergrund für ein Gruppenfoto und das wird von Robert sofort ausgiebigst genutzt.







Botanischer Garten








Da noch Zeit bleibt, statten wir der „U Shaka Marine World“ einen Besuch ab – und der hat sich ausgezahlt, denn viele von uns haben sämtliche Meeresbewohner noch nie aus dieser Nähe und Perspektive erleben können. Eine Delphin-Show noch zum Ausklang – dann geht es mit dem Bus zum Flughafen in Durban.

Hier heißt es Abschied nehmen von Gabi, Bernhard und Robert, da sie noch eine Woche Urlaub anhängen und nach Port Elizabeth weiterfliegen.

Wir landen zunächst in Johannesburg, wo wir unserem Reiseleiter Klaus Lebewohl sagen. Er hat seine Führungsqualitäten voll ausgespielt – niemand ging verloren! – und uns reichlich Informationen über Südafrika und Swasiland mitgegeben. Danke Klaus!
Ja, und dann ist endgültig Abflug von diesem Kontinent. Über Frankfurt steuern wir Wien und die diversen Heimatflughäfen an. Nicht nur viele Andenken und Fotos füllen unser Reisegepäck: Wir werden liebe Erinnerungen an herzlichen Begegnungen und fröhliche, gemeinsame Stunden – und vor allem ein Stück Afrika in unserem Herzen – mit nach Hause nehmen.





Abschied vom Flughafen in Durban









Bericht: Margit Halbmayr

Montag, 7. April 2008

Patenreise, 9. Tag, 6. April

Weckruf um 6.15 Uhr: Der vorletzte Tag unserer gemeinsamen Reise beginnt. Gleich nach dem Frühstück geht es in ein Zulu Dorf. Einst hallte der Name dieses Stammes in ganz Afrika wider, denn dieses kriegerische Volk schaffte es, mit Speeren und Schildern bewaffnet, die mit Gewehren gut ausgerüstete britische Armee zu besiegen.







Im Zuludorf













Bierverkostung










Gleich zu Beginn erkennen wir, dass das Zululand ein Männerland ist. Nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten dürfen wir das Dorf betreten – die Männer zuerst, die Frauen im Anschluss. In der patriarchalen Zulugesellschaft hat ein Mann mindestens 11 Frauen, und unsere Herren der Schöpfung lassen ihrer Phantasie freien Lauf. Wir sehen wie die traditionellen Waffen der Zulu hergestellt werden und lernen ihre Lebensgewohnheiten kennen. Nach einer kurzen, tänzerischen Darbietung werden wir mit einem Malz-Mais-Bier verabschiedet.

Anschließend geht es weiter zum Lake St.Lucia, wo wir eine Bootsfahrt unternehmen und endlich Flusspferdherden, sowie Krokodile und zahlreiche Wasservögel beobachten können. Eine gute Gelegenheit, noch einmal die Seele baumeln zu lassen und die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten.







Flusspferde...













... und
Krokodile








Nach dem Mittagessen und etwas Shopping geht es weiter zum Indischen Ozean nach Durban, wo wir unsere letzte Nacht im Hotel an der Strandpromenade verbringen. Der Abschied naht...

Bericht: Inge Roch

Patenreise, 8. Tag, 5. April

Und wieder einmal, gleich nach 5:00 Uhr, stehen wir auf. Unsere Geländefahrzeuge warten schon, und um 6:00 Uhr geht es im offenen Jeep für ca. 20 Minuten über die Autobahn in das Hluhuwe Game Reserve. Zu Beginn der Safari werden wir von einer Büffelherde, die allerdings noch schläft, begrüßt. Von unserem Fahrer erhalten wir teilweise sogar auch in Deutsch sehr gut Auskunft, unter anderem auch über den Aulabaum, aus dem Likör gewonnen wird und von dem auch die Elefanten naschen. Zu sehen bekommen wir eine Nashornfamilie, Giraffen, Zebras, Büffel, viele bunte Vögel und am höchsten Gipfel eine 360 Grad herrliche Rundumsicht. Zum Abschied bringen uns die Kinder der Zulus einen Tanz.





















Elefant,
Wasserbüffel
und
Zebra





















Danach geht es luftig vorbei an Fieberbäumen, sowie einem großen Ananasfeld. Endlich Frühstück - das brauchen wir dringend! Danach wird eingekauft, geht sogar mit Kreditkarte, somit darfs ein bisschen mehr sein. Nun bleibt endlich mal Zeit die Haare zu waschen und zu föhnen und die Sonne Afrikas zu genießen. Einfach herrlich! Kurz vor dem Mittagessen ein Besuch bei den Reptilien. Gut, dass sie hinter Glas sind, denn sie sind kaum von der Umgebung zu unterscheiden und teilweise sehr giftig. Die Krokodile kann man wenigstens deutlich sehen.

Danach geht es per Bus wieder zum Hluhluwe Game Reserve und anschließend mit dem Geländewagen auf die Suche nach Elefanten, welche von zwei von unseren vier Gruppen auch gesichtet werden. Am Abend können aber alle begeistert über ihre Sehenswürdigkeiten berichten. Es sind derer viele, auch der Impala Bock ist dabei, welchen wir vergeblich in unseren Unterlagen suchen. Nach vielen zurückgelegten Kilometern fahren wir über Höhen und Tiefen im Stil einer Ralleyfahrt zurück zum Ausgangspunkt, um mit dem Bus zurück in die Dumazulu Lodge zu fahren. Dort beenden wir gemeinsam den wunderschönen Tag mit dem Abendessen.

Bericht: Brigitte und Josef Uhl

Patenreise, 7. Tag, 4. April

Zwei Patenberichte vom Patentreffen in Lubulini:
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Um 5:30 Uhr kräht der Hahn zum ersten Mal. Um 6:45 Uhr folgt der telefonische Weckruf.
Ein prachtvoller Sonnentag begrüßt uns im TUM`S GEORGE HOTEL/Manzini. Gemütliches Frühstück mit Gesprächen übers Gestern und Vorfreude auf das Kommende. Pünktlich um 8:20 Uhr holt Pieter den Bus vom Hotelhof. Wonderboy verabschiedet uns auf Deutsch. Elfi gibt den Tagesablauf in bewährter professioneller Manier durch. Zuerst fahren wir zu einer Grundschule, anschließend schauen wir eine Wasserstelle an und ein Neighbourhood Care Point (NCP) - eine Tagesbetreuungstätte für Waisenkinder. Das ADP-Büro und ein Treffen mit den Patenkindern ist anschließend geplant.

Die Reise führt uns vorbei an den gestern besuchten Orten und dauert 1 ½ Stunden. HügeligeLandschaft, welche sich sehr grün gekleidet hat, täuscht über die Kargheit des Sandbodens und die Trockenheit. Unbestellte Felder erzählen vom Mangel an Wasser und menschlichen Ressourcen. Schilfgedeckte Rundhütten ducken sich neben neuzeitlichen Ziegelhäusern mit Wellblechdeckung. Unberührte Naturlandschaft steht mit dem auch hier präsenten Zivilisationsmüll, der das kleinste Anwesen ziert, im umschönen Kontrast.

9:00 Uhr steigt an der Wegkreuzung beim WSIP DAM Pinky von World Vision (WV) zu. „Pinky Numan“ als Nachfolgerin von „Champion“ ist seit 2 Wochen im Amt.
In Lubulini leben 19.377 Menschen in 9 Gemeinden, davon sind 1020 Kinder als Patenkinder registriert, wobei 327 Kinder noch keine Paten haben. Seit 3 Jahren wird aufgebaut, seit dem letzten Jahr werden Patenschaften vergeben.
Herausforderung Nr. 1 ist die Wasserknappheit. Lubulini liegt in der Trockenebene von Swasiland, Menschen teilen das Wasser mit den Tieren.
2. Herausforderung ist die Nahrungsversorgungsknappheit. Menschen hängen stark vom Nahrungsverteilungsprogramm des World Food Programm (WFP) ab.
3. Problem ist HIV/AIDS. Wegen Überfüllung der Krankenhäuser werden viele Patienten in die häusliche Pflege entlassen. Pinky hat schon 5 Jahre Erfahrung im WV-Projekt Gilgal, besonders für HIV/AIDS.
4. Problem ist die hohe Arbeitslosigkeit. Kleinkriminalität und Drogenhandel steigen.

Die bisherigen Errungenschaften sind die Fertigstellung des Lehrerzimmers, in der Schule – WV hat das Dach finanziert und das Ausmalen der Schule. Zwei Bohrlöcher wurden erfolgreich gebohrt und funktionieren zur hohen Zufriedenheit der Anwohner. Zweitens wurden für zwei Schulen Tische und Stühle angekauft, damit die Schüler nicht am Boden sitzen oder auf den Knien ihre Aufgaben in die Schulhefte schreiben müssen.

Pinky und Elfi bereiten uns auf das Treffen vor, da die Kinder klein sind und noch nie weiße Menschen gesehen haben.Wir kommen ins „Lowveld“, wo die Vegetation sichtbar verdorrte Felder und nur noch niedrige Buschgruppen hervorbringt.
10:00 Uhr: Stop beim ADP-„Office“ und der Schule. Wir werden von WV mit Wasser & Bananen als Gastgeschenk begrüßt. Weiter zur NTUTHWAKAZI Grundschule mit über 300 Schülern. Eine Lehrerin mit strahlend roter Perücke begrüßt uns und nimmt auch die Geschenke entgegen. Motivierte und freundliche kleine Schüler singen und tanzen ein Lied, das Lehrerzimmer wird besichtigt.

Weiter geht es zum Wasserprojekt, dann reißt beim Bus der Keilriemen. 20 Minuten später geht es weiter zum NCP. Bisher der schlechteste Pfad für den Bus. Wir stoppen und gehen ca. 10 Minuten zu Fuß zum Treffpunkt, wo wir Familien mit kleinen Kindern unter Bäumen sitzend antreffen. Solotanzvorführungen mit rythmischem Klatschen begrüßen uns. Dann folgt die Essenausgabe für die Kleinen. Es gibt einen Teller gekochter Hirse mit Linsensauce. Mit dem Bus weiter zur „freundlicheren“ Strasse. KRACH, der Bus sitzt vorne auf!! Alle aussteigen, Bus erleichtern über die Bodenwelle. Weiter geht es zum Treffpunkt mit den Kindern.

Endlich da! Die Spannung steigt! Wir werden in einem blau-weißem Zelt im Schulhof neben der Straße erwartet. Hauptsächlich Frauen. Jeder nimmt sich seine Geschenke und geht Richtung Zelt. Dort werden wir mit einem afrikanischen Gejohle empfangen. Manche Frauen tanzen, es ist eine Freude ihnen zuzusehen. Dieser, unser Besuch ist nicht nur für uns ein Ereignis. Es rührt ALLE zu Tränen. Wir nehmen alle Platz und werden noch mal sehr herzlich vom Leiter der Gemeinde empfangen.




PatenInnen
und
Patenkinder












PatenInnen
und
Patenkinder









Dann kommen die Kinder! Sie tanzen uns was vor und dann geht es darum, sein Kind zu finden. Ich habe meinen kleinen Banjomusa (5 Jahre) sehr schnell gefunden. Er steht ganz still und schaut mich mit ganz großen Augen an. Er nimmt meine Hand und wir gehen gemeinsam mit einer schön gekleideten Dolmetscherin zur Mutter. Sie ist eine ganz schüchtern wirkende Person. Wir fragen sie natürlich über ihr Leben aus. Ihr Mann hat sie verlassen mit drei Kindern, ist aber wieder zurück gekommen. Sie geht jeden Tag 3x zum Wasser holen – 2 Kinder kommen mit. Sie trägt 20 Liter, die Kinder je nach Alter 5 – 10 Liter!
Unglaublich – Bonfumuses taut langsam auf. Wir malen gemeinsam und dann spielen wir Ball. Dann kommt das Essen. Er verschlingt Reis + Fleisch. Wir bekommen etwas Selbstgemachtes von den Familien, somit bekommen wir einen Eindruck, was sie so jeden Tag essen. Wir fragen die Mutter, ob sie etwas Besonderes braucht. Nach einiger Zeit haben wir schon einiges beisammen: eine Ziege, Schuhe, Schreibtruhe. Dinge, die ihre Existenz bedeuten. Das wird meine Sonderspende werden. Bald heißt es Abschied nehmen. Der Kleine ist zu sehr mit seinem Ball beschäftigt und die Mutter lässt uns „mit Gott gehen“.

Noch ein letzter Besuch im Büro, wo wir die allgemeinen Geschenke abgeben und auf geht`s. Die nächste Station ist ein Wasserloch, wo Mensch und Tier gemeinsam Wasser nehmen. Unglaublich was sich hier abspielt. Wenn wir das trinken würden! Undenkbar – aber es ist der Anfang eines gemeinsamen Projektes. Nun wird die Zeit knapp, wir müssen bald zur Grenze; Verkehr ist angesagt, da es Freitag ist. Aber zu unserer Überraschung ist niemand an der Grenze. Auf nach Dumazulu Village.
18:40 Uhr bei Dunkelheit Ankunft in der DUMAZULU LODGE. Alle lechzen nach einer warmen Dusche. Hier werden wir 2 Nächte bleiben.

Bericht von Beatrice Danninger und Walter Bödenauer

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Unsere Patenkinder in Swaziland

Kleine Kinder, die auf einer Strohmatte einen Teller mit Reis und Hirse essen – mit den Fingern, da es kein Besteck gibt. Manche Kinder tragen zerrissene und schmutzige Kleidung, aber sie waschen ihre Hände vor dem Essen. Immerhin ist eine Mahlzeit pro Tag etwas Besonderes. Eine Schultafel, auf der das ABC geschrieben steht. Sie lehnt an einem Baum für die Kinder, die sich im Schatten zusammenfinden, weil es kein Gebäude gibt. Aus ihren großen Kinderaugen blicken uns Traurigkeit, Hoffnung und Neugier entgegen. Uns zu Ehren tanzen und singen sie mit einer Begeisterung, die in diesem Umfeld unglaublich erscheint. Kleine Mädchen, die einen großen Eimer voll Wasser auf ihren Köpfen nach Hause tragen – von der Wasserstelle, die sie sich mit den Rindern teilen. Eigentlich sollte das Wasser abgekocht werden, aber manchmal ist der Durst bereits zu groß, um so lange zu warten. Kinder, die in der Schulklasse auf Ziegeln sitzen, weil es zu wenige Tische und Sessel gibt. Es gibt auch zu wenige Schulbücher und Hefte, aber es ist schon ein Privileg, überhaupt die Schule besuchen zu dürfen, denn das Schulgeld reicht nicht für alle Kinder.

Diese Eindrücke aus dem Projektgebiet Lubulini im Kopf, sehen wir unsere Patenkinder zum ersten Mal. Sie stehen da mit ihren großen Augen, fest ein Blatt in der Hand, auf dem die Namen der Patin oder des Paten stehen. Die Kinder tragen offensichtlich ihr schönstes Gewand, manche der Erwachsenen sogar die Swazi-Tracht, mit der sie ihren Respekt vor uns als ihren Gästen ausdrücken. Viele dieser Kinder haben noch nie hellhäutige Menschen gesehen, und eine gewisse Scheu dominiert zu Beginn. Mit den Gesprächen und vor allem beim Spielen tauen die Kinder aber dann langsam auf. Der erste Anflug eines Lächelns ist erkennbar, vor allem auch, wenn sie ihr eigenes Gesicht auf den Digitalkameras erkennen. Und dann ist es plötzlich da: ein strahlendes Lachen, bei dem ihre geradezu hundert blitzenden Zähne zu sehen sind.






PatenInnen
und
Patenkinder











PatenInnen
und
Patenkinder









Die Gespräche mit den Patenkindern und deren Begleitpersonen sind spannend und bewegend: Die Mutter unseres kleinen Patenkindes Mcebo, beinahe selbst noch ein Kind, wirkt zurückhaltend und sieht uns kaum in die Augen; zugleich schimmern Respekt, Neugier und Freude über die Geschenke und über die persönliche Anteilnahme in den Gesprächen durch. Der liebenswerte Umgang der Mutter mit ihrer kleinen Tochter, die uns jetzt auch schon schüchtern anlächelt, beeindruckt uns sehr. An Liebe und Fürsorge fehlt es den Menschen hier offensichtlich nicht. Mit Hilfe der aktiven und interessierten Projektmitarbeiterin ergeben sich spannende Gespräche. Nächstenliebe und Anteilnahme am Leben anderer Menschen, auch Interesse an uns und unserer Familie überwinden offensichtlich Grenzen, Kulturen und unterschiedliche Sprachen. Wir sind eigentlich Fremde und zugleich doch auch eine Art Freunde.

Das Kennenlernen mit den Patenkindern und ihren Begleitpersonen im Projektgebiet Gilgal war im Vergleich sehr ähnlich. Unsere beiden älteren Patenkinder wurden von ihren Vätern begleitet. Der Vater des kleinen Mädchens Chamkile trägt Swazi-Tracht, die er uns stolz zeigt, ebenso wie den Pfeffer, den er anbaut und auch verkauft. Er erzählt uns, was die Sonderspenden für die Familie bedeuten und dass vier seiner dreizehn Kinder in die Schule gehen können; eines davon ist unser Patenkind. Die Kleine blickt uns mit ernsten, großen Augen an und isst die ganze Zeit Äpfel und Kuchen, die wir mitgebracht haben.
Unser anderes Patenkind Mfanukhona, ein kleiner Junge, wird ebenfalls von seinem Vater begleitet. Er hat bereits seine Mutter und seine Schwester verloren und leidet selbst an einer Hautkrankheit, aufgrund derer er derzeit nicht in die Schule gehen kann. Aber er freut sich, wenn er bald wieder zum Unterricht darf. Beim Fußball spielen vergisst er all das, geht aus sich heraus und lacht.

Ob bei unseren Patenkindern, in einer Schule, in einer Tagesheimstätte oder einfach auf der Straße: Freundlichkeit und Freude sind in den meisten Gesichtern zu lesen. Aber auch Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit, die sich nicht in Worte fassen lassen.

Was ist es, was am meisten berührt? Die Kinder zu sehen, für die wir Patenbeiträge und Sonderspenden bezahlen und mit denen wir in Briefkontakt stehen, ist das Eine. Das Umfeld zu sehen, in dem diese Kinder leben, ist jedoch das Andere. Es ist eine Armut, die wir uns in unserer Wohlstandswelt nicht einmal annähernd vorstellen können. Hunger und Durst bestimmen den Tag, und dennoch strahlen die Menschen Wärme, Herzlichkeit und Gelassenheit aus, die bei uns immer seltener zu finden sind. Es gibt vieles, was wir von Afrika noch lernen können.

Judith und Gerhard
Wir haben unsere drei Patenkinder in Swaziland persönlich kennen gelernt: Mcebo (dreijähriges Mädchen), Chamkile (sechsjähriges Mädchen) und Mfanukhona (neunjähriger Bub)

Donnerstag, 3. April 2008

Patenreise, 6. Tag, 3. April

Kurzes Vorwort:

Der heutige Tag ein grosser Erfolg, zufriedene und sehr glueckliche Paten, die grosses Interesse daran haben, hier Projektarbeit zu unterstuetzen. Wunderbare Eindruecke und viele Emotionen! Heute gibt es 2 Berichte: Einmal von Paten, die ihr Kind getroffen haben; und einmal von einer Patin, die als "Zuseherin" fungierte.

Elfi

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Endlich ist der große Tag gekommen! Der Besuch im ersten Area Development Programme (ADP) von World Vision in Swaziland: Gilgal. Strahlender Sonnenschein begrüßt uns. Bereits im Frühstücksraum haben so manche Patinnen und Paten ihre Geschenke für die Patenkinder und die Projekte bei sich – in Säckchen, Taschen und kleinen Rucksäcken. Ein Pate erweckt mit seinen beiden vollen Reisetaschen beinahe den Eindruck, schon wieder abreisen zu wollen...

Wir werden vom regionalen World Vision (WV) Team sehr herzlich begrüßt. Es ist das erste Mal, dass sie eine so große Gruppe zu Besuch haben, und sie freuen sich sehr darüber. Das Projekt Gilgal umfasst 18.500 EinwohnerInnen in 2.500 Haushalten, wobei 30% der Bevölkerung jünger ist als 18 Jahre. Auf dem Weg zum Projekt Gilgal wird der Wunsch eines Paten, noch Süßigkeiten für sein Patenkind zu besorgen, sofort von der Gruppe aufgegriffen und zu einem gemeinsamen Einkauf von Lebensmitteln erweitert. 1150 Rand (rund 100 €) werden spontan eingesammelt und mit Hilfe des regionalen WV Teams zwei große Einkaufswägen für die Projekte Gilgal und Lubulini gefüllt.

Die Projekttour beginnt in einem Neighbourhood Care Point (NCP), einer Kindertagesstätte für Aids-Waisen, in der die Kinder nicht nur betreut werden, sondern auch ersten Unterricht bekommen. Rund zwanzig kleine Kinder – noch ein wenig verschreckt – und einige sehr freundliche Damen erwarten uns. Endlich können wir unsere ersten Geschenke verteilen. Viele Fotos werden geschossen, bei manchen PatInnen kann schon die eine oder andere Träne entdeckt werden.

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell und wir fahren weiter zum Treffpunkt mit unseren Patenkindern. In einem großen Zelt sitzen bereits deren Begleitpersonen, doch von den Kindern gibt es noch keine Spur. Wir werden wieder sehr freundlich und herzlich willkommen geheißen und der ADP-Manager beschreibt die vier großen Arbeitsschwerpunkte des Gilgalprojektes: Wasserversorgung, Nahrung, Bildung und Gesundheitsvorsorge inklusive HIV/Aids-Aufklärung.
Im Anschluss daran - wir können es kaum noch erwarten – öffnet sich plötzlich eine Zeltwand und gibt den Blick auf eine Reihe von Kindern frei. Mit ernsten Gesichtern und Namensschildern in der Hand warten sie auf ihre Patinnen und Paten. Es ist ein sehr bewegender Moment, zum ersten Mal das Patenkind von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Tränen der Freude und Rührung sind nicht mehr zu halten. Mit den Kindern an der Hand gehen wir wieder in das Zelt zurück und setzen uns mit den Begleitpersonen und MitarbeiterInnen von WV gruppenweise zusammen. Geschenke werden übergeben, mit Hilfe der ProjektarbeiterInnen und manchmal auch mit Händen und Füßen versuchen wir möglichst viel über unsere Patenkinder und deren Familien zu erfahren. Bald sieht man auch schon Kinder lachen und mit ihren PatInnen gemeinsam spielen.





















und endlich


öffnet sich


der Vorhang...





















Trotz der unterschiedlichen Kulturen und Sprachen fühlen wir uns mit den Kindern und deren BegleiterInnen sehr verbunden. Ein gemeinsames Mittagessen und ein Abschiedslied der Kinder runden die Stunden mit unseren Patenkindern ab. Wir werden noch zum Bus begleitet und mit strahlenden Gesichtern und winkenden Händen herzlich verabschiedet. Wunderschöne und sehr berührende Stunden finden nun leider ihr Ende.

Der Weg führt uns weiter zu vier sehr interessanten Projekten in Gilgal: ein HIV/Aids-Projekt, in dem Jugendliche andere Jugendliche beraten und begleiten; ein Wasserprojekt, das Trinkwasser für 250 Haushalte liefert; ein landwirtschaftliches Projekt, bei dem eine dürreresistente Getreideart an Stelle von Mais angebaut wird; und ein zweiter Neighbourhood Care Point (NCP) für Waisenkinder, der in Kooperation mit einer christlichen Kirche geführt wird. Auch bei diesen Besuchen treffen wir sehr freundliche und offene Menschen und viele vergnügte, wenn auch offensichtlich arme Kinder.

Das Lachen in den Gesichtern der Kinder, die Freude und auch die Hoffnung der Menschen bleiben in Erinnerung. Und so manches ach so wichtige Problem unseres Alltags in Österreich relativiert sich sehr rasch beim Anblick einer Armut, in der sauberes Wasser und tägliche Nahrung keine Selbstverständlichkeit sind. Es ist gut, zumindest einen kleinen Beitrag für ein besseres Leben einiger Menschen leisten zu können.

Bericht: Judith und Gerhard Brunner.
Wir haben unsere beiden Patenkinder Chamkile und Mfanukhona getroffen

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7:00 Uhr: Fruehstueck an einem der aufregensten Tage dieser Reise. Wir fahren ins Gilgal Projekt, wo 16 Paten und Patinnen unserer Gruppe zum ersten Mal ihre Patenkinder sehen werden. Beim Fruehstueck hat mir Gizella schon gestanden, sie ist schon so aufgeregt und hat Herzklopfen wie beim ersten Rendevous.

Schon jetzt herrscht etwas Hektik beim Aufpumpen der restlichen Fussbaelle. Ein 1. Erfolgserlebnis – fuenf fehlende Koffer sind eingelangt, davon welche mit den Spielsachen fuer die Kinder. Nach der Begruessung der World Vision Mitarbeiterin von Swasiland geht es zum naechsten Supermarkt um fuer die Patenkinder und das Projekt Lebensmittel zu besorgen. Gesammelte 1.150 Rand haben wir zur Verfuegung und Dank Walters Kopfrechnung schaffen wir es in einer 1/2 Stunde zwei grosse Supermarktwaegen mit Obst, Reis, Mehl, Zucker, Gemuese und Suessem um 1.080 Rand anzufuellen. Der Projektmanager hat uns davor am Ende seiner Begruessung gesagt: “Dieser Tag ist fuer mich wie Weihnachten”.















Erster Besuch in einer Kindertagesstaette: 40-50 Kinder sind dort, die entweder einen oder zwei Elternteile verloren haben. Dieses Projekt laeuft seit ca. 1 Jahr. Die ersten beruehrenden Momente waren uns allen ins Gesicht geschrieben, und so manche Traenen wurden hinter Sonnenbrillen versteckt. Es wurden Plueschtiere, Kugelschreiber, Luftballone in die kleinen Haendchen gedrueckt und es schien, als würden die Kinder ihre Faeustchen nie mehr aufmachen wollen. Grosse Augen sahen in unsere, wahrscheinlich viel zu grossen, weissen Gesichter. Sie waren nicht nur staunend, lachend, fragend, sondern auch aengstlich und ueberfordert. Aufgeblasene Luftballone und Seifenblasen brachten viel Gelaechter ins Geschehen und auch die Schuechternen begannen aufzutauen. So mancher von uns wagte ein vorsichtiges “ueber den Kopf streichen”, noch schnell vorm Abschied nehmen, so als koennte man sich ein wenig von ihnen mitnehmen.















Aber Elfis mahnender Ton gewann dann doch wieder die Oberhand, und unter staendigem Winken nahmen wir zum ersten Mal Abschied. Nahe dem Kindergarten steht eine Muehle, die auch von World Vision gesponsert wird. Die Menschen kommen manchmal auch von weit her, um ihr Korn zu mahlen. Zurueck gehts wieder ueber den Fluss, zu welchem auch hier die Menschen bis zu 15 km zuruecklegen müssen, um Wasser in Kanistern zu holen.

Jetzt erreicht die Spannung ihren Hoehepunkt, denn es naht das Treffen mit den Patenkindern. Neben dem Buero von World Vision ist ein grosses Zelt aufgebaut, in welchem bereits die Eltern der Kinder Platz genommen haben. Auch wir setzen uns dazu, werden willkommen geheissen, es wird alles Vorgetragene ins Englische, Siswati und Deutsche uebersetzt. Es wird über das Projekt, die Arbeit von World Vision und die Schwerpunkte, die sich World Vision zur Aufgabe gemacht hat, erzählt.

Danach wird das Zelt auf einer Seite geoeffnet und wieder (denn so habe ich es schon einmal erlebt) stehen aufgereiht Kinder mit Namensschild und grossen Augen vor uns. Ich sehe die ersten geroeteten Augen bei unseren Paten. Nach der ersten Kontaktaufnahme, die bei manchen Kindern sehr zaghaft passiert, nehmen alle im Zelt Platz. Lauter kleine Grueppchen, bestehend aus Paten, Kindern, Eltern und bei den meisten auch World Vision Betreuer zum Uebersetzen. Langsam bahnt sich ueberall Kontakt an, denn Puppen werden an- und ausgezogen, Fussbaelle ausprobiert und Malversuche unternommen. In manchen Kindergesichtchen huscht immer mehr Laecheln, andere koennen sich lange nicht dazu entschliessen. Und doch ist zu spueren, dass Sympathie und menschliche Waerme das Fremdartige ueberwindet. Dass die Eltern und die Kinder spueren, wieviel uns daran liegt, sie ein wenig gluecklicher zu machen.

Das gemeinsame Mittagessen zeigt mir wieder, dass man auch mit einem Papierteller und einem mit Liebe zubereiteten Essen gluecklicher sein kann, als mit einem 10 Gang Menue. Nun laesst es sich, nachdem wir zum Abschied ein wunderschoenes Staendchen bekamen, keiner nehmen, die verschiedensten Souvenirs zu kaufen, die in Handarbeit von den Swasis gefertigt wurden. Alles Schoene geht zu Ende, so ist auch hier der Abschied gekommen. Ein Abschied, von dem wahrscheinlich jeder weiss, dass er fuer immer ist. Wir koennen in unseren Herzen nur bewahren, dass wir dazu beigetragen haben, Menschen ihr Leben ein wenig zu erleichtern.

Anschliessend besuchen wir eine Schule, wo uns zwei Maedchen, 15 und 16 Jahre alt, von ihrem Projekt erzaehlen, Aufklaerung ueber Aids in die Familien zu bringen. 40 Jugendliche sind daran beteiligt, die hoffen, somit auch die Jugend ueberzeugen zu koennen. Das Wasserprojekt koennen wir mit dem zu grossem Bus leider nicht besuchen, aber wir hoeren darueber, dass sich dieses Projekt selbst erhaelt durch den Vekauf des Wassers, welches die Familien nur fuer den Hausgebrauch verwenden sollen.

Danach besuchen wir Farmer, wo sich vier zusammen geschlossen haben, um den Anbau der Sorghum Pflanze (eine Hirseart) zu ermoeglichen, da diese Pflanze trockenresistenter ist als der Mais. Auch hier werden wir mit viel Gelaechter bei meinen Swasivokabeln und Walters Zeichnung im Sand – wo Austria – liegt, von Schulkindern umringt. Zu guter Letzt besuchen wir noch eine Kindertagesstaette auf einer Anhoehe, die World Vision gemeinsam mit der Kirche unterstuetzt. Die Betreuerinnen arbeiten dort unentgeltlich und bekommen dafuer Nahrungsmittel. Die kleinen Kinder werden von groesseren Geschwistern vor der Schule hingebracht und Abends wieder abgeholt – sofern es keine Eltern mehr gibt.

Mein Gott – in welchem Luxus leben wir und wie oberflaechlich sind dabei viele Menschen geworden. Ich bin noch mehr ueberzeugt, wie erfuellend und beglueckend es ist, zu teilen und nicht wegzuschauen, wo die Not am groessten ist.

Bericht: Susanne Grossebner
Ich treffe mein Patenkind morgen im Projekt Lubulini

Patenreise, 5. Tag, 2. April

Besuch des Krüger Nationalparks und Weiterfahrt nach Swasiland

6:15 Uhr: Treffpunkt beim Bus. Mit der Erwartung die "Großen 5" zu sehen, sind wir mit Feldstecher und Fotoapparat ausgerüstet und in bester Stimmung. Ein Geier hat sich schon hoch oben auf einem Ast postiert. Die ersten Impalas lassen uns sofort "Stop" rufen, aber da dies die häufigsten Tiere sind, wird ihr Anblick mit der Zeit ein wenig selbstverständlich. Längere Zeit tut sich nichts, auch von den so heiß ersehnten Elefanten können wir bis jetzt nur 80% sehen, nämlich das, was sie unverdaut ausscheiden. Doch das lässt uns hoffen.Wir werden bescheiden und brechen in Entzückung aus, als eine Raupe und eine kleine Schildkröte die Straße überqueren. Auch der einsetzende Regen kann unsere Stimmung nicht trüben; wir haben immer etwas zu lachen.






Große Erwartungen bei der Safari









Vielleicht soll es eine morgendliche Dusche sein, welche die Affen hervorlockt, die sich bereitwillig, mitten auf der Straße sitzend, von uns in allen Posen fotografieren lassen. Ein auf dem Baum sitzender Geier, an dem manche eine Nummer entdecken, lässt Walter kommentieren: „ Das ist vom letzten Auto, das er gefressen hat“. Eine Affenfamilie, die Körperpflege und Kindererziehung praktiziert, lässt uns einige Zeit entzückt verweilen. Immer wieder Impalas, stehend, uns bestaunend und davonspringend, aber auch Kräfte messend. Viele bunte Vögel begleiten unseren Weg und zu guter Letzt, noch vor dem Frühstück, kreuzen zwei Hyänen unseren Weg.







Giraffen

und












Nashorn









Frühstück! Aufs Neue geht’s los, der Himmel hat sich gelichtet. Wir fahren und stoppen bei den Giraffen, Warzenschweinen, Gnus. Die Giraffen treiben ein böses Spiel mit uns. Kaum ist der Zoom der Kamera ausgefahren, verschwindet der Kopf hinter dem Busch. Plötzlich bremst unser Ranger scharf, schiebt zurück und macht uns mit „Psss“ auf einen Leoparden im Busch aufmerksam. Das ist die Krönung des Tages im Krüger Park. Kurz haben wir noch Gelegenheit zwei schlafende Löwen unter einem Baum zum beobachten. Danach geht es wieder zurück - und die nächsten Elefanten gibt’s wahrscheinlich in Schönbrunn?

Mittagessen im angrenzenden Ressort. Abfahrt 14.15 Uhr Richtung Swasiland. Swasiland hat eine Größe von 17.300 qkm und rund 1 Million Einwohner. 80% der Bevölkerung sind unter 21 Jahre alt. Es gibt eine Universität und 6 Krankenhäuser.





Vor der Weiterfahrt nach Swasiland









Thema Höflichkeit: Jemand, der jünger ist als ich, sieht mir aus Respekt nicht in die Augen. Wenn mir jemand etwas überreicht, dann nimmt er es in die linke Hand und unterstützt mit der Rechten, dazu gibt’s einen Knicks. Jemand mit roter Feder im Haar gehört zur Königsfamilie (nicht ansprechen und nicht fotografieren).

Elfi erzählt während der Fahrt über die Arbeit von World Vision. Die Fahrt übers Land ist wunderschön. Hügelig, niedrige Büsche, kleine Laubbäume, recht grüne Wälder und alles wirkt sehr sauber und gepflegt. Alle vorübergehenden Menschen winken und lachen uns zu. Man sieht viele Schulkinder, großteils in Uniform, z.B. blauer Anzug mit weißem Kragen oder ganz in blitzblau.

Um 17.00 Uhr kommen wir in Manzini an, wo wir im Hotel schon erwartet werden. Leider hat sich der deutsche Geschäftsführer darüber mokiert, dass ich ihn mit „Sawubona“ begrüßt habe – SCHADE!

Bericht Susanne Großebner

Patenreise, 4. Tag, 1. April

5:15 Uhr: Weckruf!! "Das war kein Aprilscherz!"
6:07 Uhr: Kaffee auf der Terrasse der Hannah Lodge mit erstem Blick auf die Wildtiere.
6:30 Uhr: Abfahrt zur Pirschfahrt mit einem “Riesenjeep” fuer ca. 36 Personen. Den ersten Zwischenstopp machten wir bei einem Marolabaum (wie romantisch).
6:47 Uhr: Wir erblicken unsere erste freilebende Giraffe – und wir “gaffen Giraffen”! Weiters sehen wir Zebras, Kudus, Wasserboecke und Blesboecke.
8:15 Uhr: Unser Fruehstueck haben wir uns wohlverdient!
9:05 Uhr: Abfahrt bzw. Abschiedsvorfuehrung des Teams der Hannah Lodge – supernett! Wir konterten mit: “Muss I denn zum Staedtele hinaus!”







Abschiedsvorfuehrung








9:09 Uhr: Endgueltige Abfahrt ueber die Panoramaroute zu “Gods Windows” – bei dem “Sauwetter” wollte aber keiner aus dem Bus. Der Weg zum naechsten Ziel “Burkes Luck Potholes” wird gesaeumt von Zitronenhainen, Sonnenblumen, Sojabohnen etc.
10:29 Uhr: Von unserer Gruppe wagte sich nur Gisella Maier durch den Wolkenbruch bis zu den Potholes!!!

















11:30 Uhr: Souvenirstopp und Geldwaechsel in Graskop. Danach ging die Fahrt durch den “Blyderiver-Canyon” mit Zedernplantagen. Viele Einwohner finden hier Arbeit und die Kinder erhalten gute Ausbildung.
12:30 Uhr: Mittagessen in der historischen Goldgraebersiedlung Pilgrims Rest. Danach kurzer Spaziergang und einige sind wiederum um einige Rands aermer geworden, dafuer um ein paar Nuesse sowie Schnitzfiguren, Trommeln usw., reicher.
14:30 Uhr: “MacMac Falls”: Schoener Wasserfall und wieder Regen. Fahrt durch Eukalyptuswaelder, nach Hasyview zum “Notshoppen” bzw. “Powershoppen” fuer alle ohne Koffer!!! Unterwaesche, T-Shirts, Socken…
17:00 Uhr: Ankunftbei der Einfahrt zum Krueger Nationalpark. Auf der 38 km langen Zufahrtsstrecke zur Skukuza Lodge hatten wir Glueck und es liefen uns Elefanten, Nashoerner, Zebras, Impalas und Hyaenen ueber den Weg! Innerhalb von einer Stunde sahen wir zwei der “Big Five” – wenn das so weiter geht!?!
18:30 Uhr: Schluesseluebergabe in (fast) stockdunkler Nacht!
20:00 Uhr: Abendessen – wie ueblich ein reichhaltiges Buffet! Nach einer guten Flasche Rotwein, mit dem fuer uns treffenden Namen “Allesverloren” sassen wir bis 23:30 Uhr fuer die Zusammenfassung des Tagesberichtes!

Bericht: Gabi Heilimann, Bernhard Rauchbauer, Robert Hahnekamp

Montag, 31. März 2008

Patenreise, 3. Tag, 31. März

Einfach herrlich: der erste Blick am frühen Morgen aus dem Fenster in die frisch gewaschene Luft – nach dem nächtlichen Gewitter und dem Regenguss. Beim Frühstück herrscht erwartungsvolle Eile. Wer zum ersten Mal dabei ist, bekommt langsam die Chance, sich die Gesichter zu merken.

8.30 Uhr: Eine Art Jeep bringt uns zum Bus. Wir genießen das Geruckel, den Fahrwind und das Grün ringsumher, samt Kugelnester der Webervögel.
9.30 Uhr: Es geht los, an bunten Dörfchen der Einheimischen vorbei. Die Landschaft wird dominiert vom dichten Gebüsch und niedrigen Bäumen. Dazwischen Flächen mit Hirsepflanzen, die „Greenhorns“ (auch ich) mit Maispflanzen verwechseln.
Das Buschland geht über in eine graubraune Graslandschaft. Man meint – mit Fantasie - die geduckten Rücken der Jagenden und der Gejagten darin zu sehen. Kleine Häuser liegen in die Umgebung eingepasst. Idyllisch! (Idyllisch?)

Störend sind die allgegenwärtigen Masten der Hochspannungsleitungen. Weit vorne sieht man auffallend „gerade“ Hügel. Es sind Halden der Diamantenminen. Die Geschichte vom Diamanten im Lehmverputz wird uns erzählt.
Links und rechts unserer Straße stehen Reihen kleiner Siedlungshäuser für die Minenarbeiter. Ich sehe – wohltuend – keine Wellblechverschläge. Solche sehen wir etwas später, nahe einer großen Plantage.

Es geht weiter. Die Landschaft nach den Halden beeindruckt durch ihre Weite. Rinderherden, Felder und sehr viel Land sieht man bei den Farmen. Dazwischen sieht man weite Flächen mit rosa und weißen Blüten: Cosmea. Wunderschön anzuschaun, aber beispielhaft für die Ambivalenz aller Dinge hier: die Pflanze wurde mit Samen für Futterpflanzen eingeschleppt, weil europäische Pferde das Gras hier nicht vertrugen. Nun wuchert sie hier und bedroht die einheimische Pflanzenwelt. Etwas wie Gras oder wilder Hafer wird geerntet und gebündelt, nicht weit von der Straße entfernt. Hauptsächlich sehe ich Frauen in ihren bunten Kleidern mitten im hohen Gras. Kurz darauf wird diese Schönheit und die Illusionen erneut durch große Abbau-Halden für den Kohlenbergbau gestört!

Braungraue „Abgasschleudern“ stehen in der Landschaft. Umweltschutz hat kaum Bedeutung in Südafrika, höre ich. Es folgen lange Strecken mit ärmlichen Hütten entlang der Straße; auf der rechten Seite folgt ein großer Friedhof - jeder dritte hier stirbt an Aids. Die Arbeitslosigkeit (19 %) trifft „Schwarze“ und „Weiße“ gleich.

Dann fahren wir entlang von Sonnenblumenfeldern und Anbauflächen für Soja und Mais. Nicht Hirse, sondern weißer Mais wird hier zum Brotbacken bevorzugt. Weiters sehen wir Pinienplantagen für die Möbelerzeugung.








Susi Grossebner, mit Koechinnen







Weiter in Richtung Osten: Der indische Ozean ist etwa 80 km entfernt. Die Landschaft verändert sich: Wir sehen grüne, weite und sanfte Hügel. Da und dort kompakte Baumgruppen, in großen Abständen geschmackvolle niedrige Farmhäuser, die von ebensolchen Baumgruppen geschützt werden. Immer häufiger Flussläufe, Wasserfälle, Sumpfgründe und – Forellenteiche!

12.40 Uhr Mittagsstop in Dullstroom.








Dullstroom








Ein bildhübscher Ort, gepflegt wie ein Park. Die afrikanische Küche, wie wir sie bisher antrafen, ist anders, aber nicht exotisch. Auf jeden Fall schmeckt sie uns.

14.30 Uhr Weiterfahrt. Aus dem Hochland (über 2000m) kommend fahren wir jetzt langsam bergab. Wir passieren ein Reservat der besonderen Art: Täuschend ähnliche Attrappen der afrikanischen Säugetiere stehen ringsum im Dickicht. Vor lauter Erwartungshaltung fallen wir alle darauf rein – die Kameras werden gezückt. Ein gutes Stück vor uns öffnet sich eine weite Ebene, zweifellos fruchtbar, bedeckt mit Gemüse und Sojafeldern. Auch Rinderherden tummeln sich im satten Grün. Wir sehen sogar Pfirsichplantagen, und das helle Band eines Flusslaufes. Hier gibt es viel Niederschlag. Der indische Ozean ist nahe, und zu manchen Zeiten soll es hier dichtesten Nebel geben.

Stop bei einem Einkaufszentrum. Die Bedauernswerten unter uns, deren Gepäck immer noch in London steht, hofften hier das Nötigste zu finden. Aber: Fehlanzeige!
Die 2 Stunden Pirsch wird auf morgen früh verschoben.

16.20 Uhr: Ab von der Hauptstrasse, ins Land hinein! Grüne Meerkatzen und Paviane gibt es hier, eine Herde Kuhantilopen sieht man in der Ferne trotz ihrer Tarnfarbe: Rotbraun wie die Felsen und der Boden. Es ist eine weitläufige ebene Landschaft, unberührt belassenes afrikanisches Gras- und Buschland. Wir sehen Springböcke, Warzenschweine, Antilopen in einer faszinierenden Landschaft, in der wir bald kleine grasgedeckte Häuschen ausmachen, wo wir heute Abend bleiben werden: Hannah Lodge.






Hannah Lodge









Bericht: Gisela Maier

Sonntag, 30. März 2008

Patenreise, 2. Tag, 30. März

Wir sind in Johannesburg gelandet. Ein paar Gepaeckstucke fehlen und kommen hoffentlich in den naechsten Tagen nach. Einige hatten genug Schlaf, andere eher wenig. Unser freundlicher Reiseleiter Karl empfaengt uns am Flughafen, von dem wir in das ca. 50 km entferne Petoria fahren. Die Strassen sind gut und an den Linksverkehr haben wir uns schnell gewoehnt.

Das Wetter ist angenehm warm. Pretoria liegt auf 1.350 m Seehoehe. Es herrscht noch Regenzeit und es sieht nach Gewitter aus.

















Wir besuchen das Voortrekker Monument, das als Wahrzeichen and die ersten europaeischen Pioniere von 1835 erinnern soll, welche sich vom Kap Richtung Norden aufmachten, um das Land zu erobern.

Nach einer Mittagspause fahren wir durch die beschauliche Stadt Pretoria, die trotz einer Million Einwohner wie ein grosses Dorf wirkt.
Wir sehen auf unserer Route den Bahnhof, das Rathaus, das Naturhistorische Museum und besuchen das Haus des 1. Praesidenen Suedafrikas Paul Krueger.













Bahnhof











Kunsthistorisches Museum













Paul Krueger Haus





Nach ca. einer 3/4 Stunde Fahrt gelangen wir in unser erstes Quartier, der Zebra Country Lodge. Begeistert von der Atmosphaere ziehen wir in unsere Zimmer ein - leider nur fuer eine Nacht, denn wir fuehlen uns hier auf Anhieb wohl und ins tiefste Afrika versetzt.

















Bericht: Herwig Jost

Dienstag, 25. März 2008

Patenreise, 1. Tag, 29. März

Treffpunkt am Samstag 29.3.2008 am Flughafen Wien. Alle sind puenktlich und wir checken gemeinsam unsere Gepaeckstuecke ein.
















Wir fliegen von Wien nach London-Heathrow und von dort weiter nach Johannesburg.
Einige der Teilnehmer kennen sich schon von den Patenreisen nach Chile und Vietnam.

















Die Vorfreude ist groß: Was werden wir sehen?

Wie wird es werden? Die Abflüge sind pünktlich, in London müssen wir nochmals einchecken, Gott sei Dank konnten wir das Gepäck bis Johannesburg bereits in Wien abgeben.