6:15 Uhr: Treffpunkt beim Bus. Mit der Erwartung die "Großen 5" zu sehen, sind wir mit Feldstecher und Fotoapparat ausgerüstet und in bester Stimmung. Ein Geier hat sich schon hoch oben auf einem Ast postiert. Die ersten Impalas lassen uns sofort "Stop" rufen, aber da dies die häufigsten Tiere sind, wird ihr Anblick mit der Zeit ein wenig selbstverständlich. Längere Zeit tut sich nichts, auch von den so heiß ersehnten Elefanten können wir bis jetzt nur 80% sehen, nämlich das, was sie unverdaut ausscheiden. Doch das lässt uns hoffen.Wir werden bescheiden und brechen in Entzückung aus, als eine Raupe und eine kleine Schildkröte die Straße überqueren. Auch der einsetzende Regen kann unsere Stimmung nicht trüben; wir haben immer etwas zu lachen.
Große Erwartungen bei der Safari
Vielleicht soll es eine morgendliche Dusche sein, welche die Affen hervorlockt, die sich bereitwillig, mitten auf der Straße sitzend, von uns in allen Posen fotografieren lassen. Ein auf dem Baum sitzender Geier, an dem manche eine Nummer entdecken, lässt Walter kommentieren: „ Das ist vom letzten Auto, das er gefressen hat“. Eine Affenfamilie, die Körperpflege und Kindererziehung praktiziert, lässt uns einige Zeit entzückt verweilen. Immer wieder Impalas, stehend, uns bestaunend und davonspringend, aber auch Kräfte messend. Viele bunte Vögel begleiten unseren Weg und zu guter Letzt, noch vor dem Frühstück, kreuzen zwei Hyänen unseren Weg.
Giraffen
und
Nashorn
Frühstück! Aufs Neue geht’s los, der Himmel hat sich gelichtet. Wir fahren und stoppen bei den Giraffen, Warzenschweinen, Gnus. Die Giraffen treiben ein böses Spiel mit uns. Kaum ist der Zoom der Kamera ausgefahren, verschwindet der Kopf hinter dem Busch. Plötzlich bremst unser Ranger scharf, schiebt zurück und macht uns mit „Psss“ auf einen Leoparden im Busch aufmerksam. Das ist die Krönung des Tages im Krüger Park. Kurz haben wir noch Gelegenheit zwei schlafende Löwen unter einem Baum zum beobachten. Danach geht es wieder zurück - und die nächsten Elefanten gibt’s wahrscheinlich in Schönbrunn?
Mittagessen im angrenzenden Ressort. Abfahrt 14.15 Uhr Richtung Swasiland. Swasiland hat eine Größe von 17.300 qkm und rund 1 Million Einwohner. 80% der Bevölkerung sind unter 21 Jahre alt. Es gibt eine Universität und 6 Krankenhäuser.
Vor der Weiterfahrt nach Swasiland
Thema Höflichkeit: Jemand, der jünger ist als ich, sieht mir aus Respekt nicht in die Augen. Wenn mir jemand etwas überreicht, dann nimmt er es in die linke Hand und unterstützt mit der Rechten, dazu gibt’s einen Knicks. Jemand mit roter Feder im Haar gehört zur Königsfamilie (nicht ansprechen und nicht fotografieren).
Elfi erzählt während der Fahrt über die Arbeit von World Vision. Die Fahrt übers Land ist wunderschön. Hügelig, niedrige Büsche, kleine Laubbäume, recht grüne Wälder und alles wirkt sehr sauber und gepflegt. Alle vorübergehenden Menschen winken und lachen uns zu. Man sieht viele Schulkinder, großteils in Uniform, z.B. blauer Anzug mit weißem Kragen oder ganz in blitzblau.
Um 17.00 Uhr kommen wir in Manzini an, wo wir im Hotel schon erwartet werden. Leider hat sich der deutsche Geschäftsführer darüber mokiert, dass ich ihn mit „Sawubona“ begrüßt habe – SCHADE!
Bericht Susanne Großebner